Die Beschaffenheit der Männerhaut

Männerhaut ist kräftig aber sensibel

Bei den meisten Männern zeigen sich die ersten Falten im Alter von Mitte 40. Damit bleiben sie deutlich länger von sichtbaren Alterserscheinungen verschont als Frauen – dafür altert ihre Haut jedoch umso schneller, wenn der Alterungsprozess erst einmal in Gang gekommen ist.

Dass die Faltenbildung erst im fortgeschrittenen Alter beginnt, liegt an der Beschaffenheit der Männerhaut. Sie ist insgesamt derber und dicker. In der Regel beträgt ihre Stärke zwischen 0,8 und 1,2 Millimeter. Damit ist die Männerhaut rund 20 Prozent dicker als die der Frauen. Bei vielen Männern zeigen sich die ersten Falten auf der Stirn.

Männerhaut altert später und neigt weniger zu Sonnenschäden

Dank der dichten Beschaffenheit ist das Hautgewebe bei Männern besser vor den gefährlichen Sonnenstrahlen und Umwelteinflüssen geschützt. Das ist auch der Grund, warum Männer nur selten unter stark sonnengeschädigter Haut leiden. Allerdings weist die männliche Haut weniger Antioxidantien auf. Deshalb haben Männer ein deutlich höheres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Fachleute gehen von einem dreimal höheren Gefahrenpotenzial aus.

Männerhaut bindet von Natur aus viel Feuchtigkeit

Männerhaut hat nur selten mit Trockenheit zu kämpfen. Sie besitzt nämlich eine exorbitante Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden und zu speichern. Wissenschaftliche Messungen zeigen den höheren Gehalt an Feuchtigkeit gegenüber der Frauenhaut. Darüber hinaus ist die Männerhaut auch mit einem stärkeren Hydrolipidfilm ausgestattet. Anders gesagt: Sie ist fettiger. Davon profitieren Männer enorm; ihre Haut erscheint länger frisch und faltenfrei.

Allerdings nimmt die Fähigkeit zur Feuchtigkeitsspeicherung ab dem 40. Lebensjahr auch bei Männern rapide ab. Die von Natur aus festere Männerhaut erschlafft somit zwar später, dann jedoch schnell. Deshalb graben sich Falten häufig besonders tief in die Männerhaut ein. So kommt es, dass Männer beim Blick in den Spiegel feststellen, dass sie ab Mitte 40 öfter müde, angestrengt und weniger dynamisch aussehen.

Stabilität und Elastizität der Haut ist bei jungen Männern besonders hoch

Männerhaut enthält viel Kollagen. Dieses hauteigene Eiweiß hält das Hautgewebe lange stabil und elastisch. Auch sorgt es dafür, dass die Haut bei Männern trotz stärkerer Muskulatur unter der Haut länger zugfest bleibt. Zusätzlich sorgt das in der Haut vorhandene, gummiartige Elastin dafür, dass die Haut zusätzlich gut dehnbar ist.

Da die Kollagenfasern bei Männern vernetzt sind, weist ihre Haut eine besonders hohe Stabilität und Spannkraft auf. Durch die höhere Vernetzung der Kollagenfasern und den zunächst langsameren und geringeren Kollagenabbau erschlafft Männerhaut nicht so schnell wie die Haut von Frauen.

Männerhaut hat einen höheren Fettgehalt und ist großporiger

Wenn man genau hinschaut, ist Männerhaut nicht so fein wie die Haut von Frauen. Die Poren sind deutlich größer. Zudem neigt die Haut bei Männern aufgrund ihres höheren Fettgehalts eher zu fettigem Glanz, das liegt an der Hormonversorgung. Die männlichen Geschlechtshormone, allen voran die Androgene, begünstigen eine erhöhte Produktivität der Talgdrüsen. Zudem produzieren Männer mehr Schweiß und der pH-Wert ihrer Haut ist niedriger als bei der von Frauen.