Das alternde Männergesicht

Der Schutzmantel Haut leidet unerwartet früh unter ersten Schwächen, die sich aber nicht gleich zeigen

Trau keiner Haut über 30? Doch, das ist möglich. Die Haut offenbart zwar erst in späteren Jahren schonungslos den Alterungsprozess, aber das größte Organ des Menschen reagiert sehr dankbar auf die rechtzeitige Pflege.

Spätestens mit dem Anbruch des dritten Lebensjahrzehnts lässt die natürliche Produktion der für die Jugendlichkeit zuständigen Stoffe bei Männern nach. Die Männerhaut bildet weniger Hyaluronsäure und Kollagen. Das für die Elastizität der Haut zuständige Elastin wird ohnehin nur in den ersten Lebensjahren gebildet. Dabei bindet der Mehrfachzucker Hyaluronsäure Feuchtigkeit in der Haut und hält unter anderem die Kollagenbildung in Gang. Kollagen ist ein sogenanntes Strukturprotein und sorgt unter anderem für die Spannkraft der Haut und die Zugfestigkeit des Bindegewebes.

Die Vorgänge, die das Alter in der Männerhaut bewirkt, sind zunächst von außen kaum erkennbar. Das liegt an der stabileren und dickeren Haut, die Männer im Gegensatz zu Frauen von Natur aus haben. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt – meistens ab Ende Dreißig – wird der Alterungsprozess sichtbar und nimmt mit der Zeit deutlich an Fahrt auf. Manche Männer fühlen sich wie in einem Zeitraffer gefangen.

Meistens ist es die Stirn, die optisch den Alterungsprozess einleitet. Je nach individueller Mimik, Lebensstil und genetischer Veranlagung, bilden sich zunächst quer verlaufende Falten, die sich immer tiefer eingraben. Oft kommen noch steile Falten zwischen den Augenbrauen hinzu, die den Gesichtsausdruck streng und verkrampft erscheinen lassen.

Um die Augen herum zeigen sich die ersten Lachfältchen. Zu Beginn sind sie nur dann zu sehen, wenn der Mann Freude zeigt. Später erkennt man sie auch im unbewegten Gesicht. Oft dehnen sie sich zusätzlich sternförmig in die Schläfenregion aus. Spätestens jetzt empfinden sie die meisten Männer als störend.

Es ist nicht nur die alternde Haut. Auch das Bindegewebe und das Unterhautfettgewebe verändern sich. Ein schlaffer werdendes Bindegewebe zeigt sich auch an der Hautoberfläche. Eine in die Jahre gekommene Haut wird die schwächer werdenden, darunter liegenden Strukturen nicht mehr kaschieren.

Ein weiterer entscheidender Faktor im Alterungsprozess eines Männergesichts ist der Abbau des aufpolsternden und stützenden Unterhautfettgewebes. Vor allem das im Mittelgesicht unter der Haut liegende Fett verleiht Männergesichtern lange Zeit ihren jugendlichen Schmelz. Schwindet das Fett mit dem natürlichen Alterungsprozess, sackt das Mittelgesicht beim Mann samt Wangenpartie nach unten. Die Haut verliert an Halt und Stütze. Das schlaffe Bindegewebe begünstigt die Entstehung von Tränensäcken und Augenringen, die stärker hervortreten. Zudem drückt das abrutschende Gewebe aus dem oberen Teil des Gesichts auf die unteren Partien. Dazu gehören Kieferlinie, die Nasen- und Mundpartie und das Kinn.

In der Folge verwischen die Gesichtskonturen. Die einst markante Kieferlinie bildet Dellen. Manchmal zeigen sich regelrechte Zipfel überschüssigen Hautgewebes.

Die Nasolabialfalten, die Falten zwischen Nasenflügel und Mund, treten durch die absackende Wangenpartie ebenfalls stärker hervor. Das Gleiche gilt für die Falten in der Kinnregion und um den Mund herum. Die sogenannten Marionettenfalten, die vom Mundwinkel bis zur Kante des Unterkiefers verlaufen können, geben dem Männergesicht einen verbitterten und gealterten Ausdruck. Kommen noch Fältchen um den Mund hinzu, wirken selbst Männer mit einer entspannten Lebenseinstellung verbissen.

Die älter werdende Haut, ein schwächeres Bindegewebe und der Abbau des Unterhautfettgewebes zeigen sich auch an Stellen, die nicht so sehr im Zentrum des Gesichts liegen. Falten vor den Ohren etwa, verraten auch bei älteren Männern mit jugendlichem Aussehen das wahre Alter.

Auch der optische Übergang zum Hals leidet unter dem Alterungsprozess. Sind die Konturen am Kinn und Unterkiefer nicht mehr glatt und klar erkennbar, wirken Männer älter, müder und deutlich weniger fit.

Viele Männer wollen sich mit dem Schwinden ihrer optischen Jugendlichkeit nicht abfinden. Sie möchten die natürlich ablaufenden Prozesse am liebsten zum Teil wieder umkehren, aufhalten oder zumindest verlangsamen. Die moderne Anti-Aging-Technologie macht dies möglich. Dabei geht es nicht darum, mit 50 Jahren wieder auszusehen wie ein Teenager. Ziel ist vielmehr, das attraktive Erscheinungsbild eines Männergesichts durch gezielte ästhetische Eingriffe zu erhalten oder insgesamt wieder frischer und fitter werden zu lassen. Ich berate Sie gerne, wenn Sie Fragen rund um die Themen Anti-Aging, Faltenunterspritzung oder Gesichtsverjüngung haben.

Das alternde Gesicht B
Das alternde Gesicht A
links das alte Bild, rechts nach einem Jahr Behandlung